“Monsooned Malabar” von Fausto

“Monsooned Malabar” von der Kaffeerösterei Fausto aus München.

Enorm lecker. Gar nicht so schmetterlingshaft, elegant und klar im Aromengesamtbild, wie die meisten 100% Arabica-Bohnen.

Sondern eher wuchtig, dickpelzig und unprätentiös wie eine Hummel.

Sehr schön bitterschokoladig, leckere Röstaromen mit einer Spur Rauchigkeit. Nuancen von Orangenschale und Butterkeks.
Njammm …

 

“Pechschwarz” von Schwarzmahler

Schwarzmahler “Pechschwarz”.
100% Arabica-Mischung aus Stuttgart.

Auf dem Paketband ein Statement des Rösters, das in einer Zeit, in der menschenverachtendes Gedankengut hierzulande offiziell als Partei gewählt werden kann und tödliche Blüten treibt, leider ganz und gar nicht überflüssig oder gar fehl am Platz ist:
“Love Coffee – Hate racism”.Da ist sie, gleich vom ersten Bezug an, diese arabica-typische weiche, luftige Aromenklarheit. Angenehme Röstaromen. Ohne jegliche Spur von Grünnoten und Säure – und absolut ohne Anklänge von Verbranntheit. Punktgenau.

Ausgesprochen dunkel-karamellig.

Ein Hauch von sehr reifer, süßer Williams Christ-Birne, an dem Punkt, an dem sie wirklich gegessen werden muss.

Karamell! Karamell! Karamell!

Ja, auch dunkler Kakao. Sehr lecker!

“India Royale” von Supremo

Supremo “India Royale” (80% Arabica/20% Hochland-Robusta) – ein sehr freundliches Geschenk von Rene Koch an Frau Antje.

Erste Eindrücke nach zwei Bezügen (La Pavoni Handhebelmaschinen Premillennium Professional und Premillennium Europiccola – 14,2 g – 2’8”0”’ Kinu M47 Phoenix – 96,5ºC Brühgruppen-Temperatur zu Beginn der Bezüge):

Beeindruckender, interessanter Espresso, dem die hochwertigen Bohnen und die gekonnte Röstung sofort anzumerken sind.
Sensorisch kann ich der Supremo-Beschreibung in vielen Teilen zustimmen: Er ist süß, weich und würzig. Das Wort “aromatisch” finde ich etwas problematisch, da ich grundsätzlich schon erwarte, dass aus einem guten Espresso Aromen herauszuschmecken sind. Melasse, also dunkler Zuckersirup, und Muskat sind für mich zutreffend: Der “India Royale” hat tatsächlich was von dieser schwer-süßen, lebkuchengewürzigen Lakritzigkeit, die Melasse eigen ist. Und auch das leicht Harzig-Balsamische von Muskatnuss kann ich in Anklängen herausschmecken. Ebenfalls kann ich Honigwabe, also Honig samt Wabenwachs, wiedererkennen. Am ehesten Waldhonig. Die Wachs-Würzigkeit und das Balsamische der Muskatnuss haben große Überschneidungen. Dunkles Karamell lehnt sich geschwisterlich an Melasse. Darüberhinaus hat dieser Espresso etwas, wofür ich in meinem Schmeckgedächtnis ein Weilchen kramen musste: Es ist eine aprikosenähnliche Fruchtigkeit – aber eher die leicht pelzigen, schmalen, verhalten klingenden Noten von nicht ganz sonnengereiften Früchten. Also durchaus ein ganz zarter, angenehmer Hauch von Säure. Plus ein Hauch von grüner Bohne. Und eine winzige Prise Steinsalz.
Kakaonoten nehme ich weder vorder- noch hintergründig wahr.
Der Abgang ist anhaltend rund. Warme, waldwürzige Lakritzigkeit hallt lange nach.
Lecker !

“Mago” von Barbera

Barbera “Mago”, geröstet in Trentola Ducenta bei Neapel. 

80% Arabica/2% Robusta.

Lange Zeit mein einziger, unangefochtener Lieblings-Espresso! 

Hier in Kürze der Grund, warum ich den Barbera Mago so liebe: Er birgt in all seiner aromenfülligen Dunkelschokoladigkeit dieses Gutwetterwölkchen Bitterorangenmarmelade.

Die offizielle Verkostung kommt noch.

Und eine Family-Battle Mago aus Messina gegen Mago aus Neapel. Wait and see!